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Ratgeber

Katzenernährung: Futtermenge, Nassfutter und gesund füttern

Katzenernährung richtig verstehen: Was, wie viel und wie oft eine Katze fressen sollte, hängt von weit mehr als ihrem Gewicht ab. Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Grundlagen, die richtige Einordnung von Nass- und Trockenfutter und die Grenzen von Futterberechnungen.

Die wichtigsten Themen der Katzenernährung

Hier finden Sie grundlegende Informationen und passende weiterführende Seiten zur Ernährung und Haltung von Katzen. Weitere eigenständige Fachratgeber werden schrittweise ergänzt.

Neue Einzelratgeber zur Katzenernährung

Bildnachweis: Mohammad Reza und Quan Jing, Unsplash. Weitere Bilder: Zhen Yao und Hulki Okan Tabak, Unsplash. Beitragsbild: Khaled Khazna, Unsplash.

Was eine ausgewogene Katzenernährung ausmacht

Katzen sind obligate Karnivoren. Das bedeutet, dass ihr Stoffwechsel auf tierische Nährstoffquellen spezialisiert ist und bestimmte Nährstoffe in geeigneter Menge über die Nahrung aufnehmen muss. Dazu gehören unter anderem Taurin und vorgeformtes Vitamin A. Eine ausgewogene Ernährung lässt sich aber nicht einfach an einer besonders langen Fleischliste oder einer auffälligen Werbeaussage erkennen. Entscheidend ist, ob das Futter den Bedarf der jeweiligen Lebensphase zuverlässig deckt. Ein als Alleinfuttermittel deklariertes Katzenfutter ist dafür bestimmt, bei sachgerechter Fütterung die vollständige Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Ein Ergänzungsfuttermittel hingegen kann zusätzliche Nährstoffe liefern, ersetzt die ausgewogene Gesamtration jedoch nicht. Gerade bei Mischfütterung sollte klar sein, welche Komponenten vollständig und welche lediglich ergänzend sind. Eine selbst zusammengestellte Ration verlangt eine besonders sorgfältige Berechnung und professionelle Kontrolle, weil ein auf den ersten Blick abwechslungsreicher Napf trotzdem Mängel oder Überversorgungen verursachen kann.

Wie viel Futter braucht eine Katze?

Die tägliche Futtermenge hängt nicht allein vom Gewicht auf der Waage ab. Körperzustand, Alter, Kastrationsstatus, Aktivitätsniveau, Lebensumstände und eventuelle Erkrankungen beeinflussen den Energiebedarf. Die Angaben auf einer Packung sind deshalb ein Ausgangswert und müssen an die Entwicklung der Katze angepasst werden. Zwei Katzen mit demselben Gewicht können unterschiedliche Futtermengen benötigen. Für eine erste überschlägige Energieeinschätzung kann der Ruheenergiebedarf aus dem Körpergewicht berechnet werden; der tatsächlich benötigte Tagesbedarf ist aber davon zu unterscheiden und variiert. Bei deutlich übergewichtigen oder untergewichtigen Katzen sollte nicht ungeprüft das aktuelle Gewicht eingesetzt werden. Besonders wichtig sind regelmäßige Gewichtskontrollen und eine Einschätzung des Körperkonditionsscores. Bei starkem Gewichtsverlust oder fehlendem Appetit ist eine tierärztliche Untersuchung erforderlich, statt einfach die Futtermenge zu erhöhen oder zu reduzieren.

Nassfutter und Trockenfutter richtig vergleichen

Nassfutter und Trockenfutter unterscheiden sich vor allem in ihrem Wassergehalt und damit häufig deutlich in der Energiedichte. Eine Katze kann bei Nassfutter eine größere Grammmenge fressen, ohne mehr Kalorien aufzunehmen. Umgekehrt ist eine kleine Portion Trockenfutter nicht automatisch wenig Energie. Wer die Fütterungsarten vergleichen möchte, sollte darum auf den Energiegehalt in Kilokalorien je 100 Gramm achten. Daneben sind die vollständige Nährstoffversorgung, Verträglichkeit, Vorlieben und die verfügbare Trinkmenge wichtig. Hochwertigkeit ist keine reine Frage der Konsistenz. Auch verschiedene Nassfuttersorten oder Trockenfutterprodukte können sehr unterschiedliche Zusammensetzungen haben. Eine Mischfütterung ist grundsätzlich möglich, wenn die aufgenommenen Energiewerte zusammenpassen und alle relevanten Nährstoffe in der Gesamtration berücksichtigt werden. Bei besonderen medizinischen Anforderungen sollte die Wahl mit einer tierärztlichen Fachperson abgestimmt werden.

Warum Wasseraufnahme so wichtig ist

Katzen können einen Teil ihres täglichen Wasserbedarfs bereits über feuchte Nahrung aufnehmen. Die Wassermenge aus Nassfutter darf bei der Einschätzung des Trinkverhaltens nicht übersehen werden. Eine Katze mit überwiegender Trockenfütterung muss dagegen typischerweise mehr Wasser direkt aufnehmen, sofern nicht andere Flüssigkeitsquellen hinzukommen. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein, möglichst an mehreren ruhigen Orten und nicht ausschließlich unmittelbar neben der Katzentoilette. Manche Tiere bevorzugen breite Näpfe, andere bewegtes Wasser aus einem geeigneten Trinkbrunnen. Das Trinkverhalten kann sich individuell erheblich unterscheiden. Plötzlicher starker Durst, auffällig große Urinmengen oder ein unerklärlicher Rückgang der Wasseraufnahme sollten tierärztlich abgeklärt werden. Solche Veränderungen können auf gesundheitliche Probleme hindeuten und sind nicht durch eine pauschale Umstellung der Futtersorte allein zu beurteilen.

Kitten richtig füttern

Heranwachsende Katzen benötigen eine altersgerechte Versorgung mit Energie und essenziellen Nährstoffen. Ihr Bedarf pro Kilogramm Körpergewicht unterscheidet sich oft deutlich von dem ausgewachsener Tiere. Deshalb sollte ein für Wachstum geeignetes Alleinfuttermittel verwendet werden, sofern keine tierärztlich festgelegte Spezialernährung notwendig ist. Mehrere kleine Mahlzeiten können für junge Katzen sinnvoll sein. Wie häufig gefüttert wird, hängt von Alter, Entwicklungsstand und den individuellen Umständen ab. Wichtig ist, Gewicht und Wachstum angemessen zu beobachten, ohne allein einem bestimmten Rassedurchschnitt hinterherzulaufen. Besonders groß werdende Katzen entwickeln sich nicht alle im selben Tempo. Ergänzungen von Kalzium, Vitaminen oder Mineralstoffen sind bei einem vollständigen Kittenfutter nicht pauschal erforderlich und können sogar zu einer unausgewogenen Versorgung führen. Bei Wachstumsauffälligkeiten oder anhaltenden Verdauungsproblemen ist fachliche Beratung angezeigt.

Ernährung nach der Kastration

Nach einer Kastration können sich Energiebedarf und Fressverhalten verändern. Manche Katzen bewegen sich weniger und zeigen zugleich mehr Interesse an Futter. Daraus folgt jedoch nicht, dass jede kastrierte Katze dieselbe reduzierte Futtermenge benötigt. Entscheidend sind die tatsächliche Gewichtsentwicklung und der Körperkonditionsscore. Eine regelmäßige, möglichst unter vergleichbaren Bedingungen durchgeführte Gewichtskontrolle hilft, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen. Auch Futterspiele und tägliche Bewegung können das Gewichtsmanagement unterstützen. Eine starke, unkontrollierte Kürzung der Ration ist keine gute Lösung, da hierbei auch essenzielle Nährstoffe zu kurz kommen können. Wenn Gewichtsprobleme auftreten, sind die Energiedichte des Futters, Leckerli, Mahlzeitenanzahl und die Bewegung gemeinsam zu betrachten. Bei ausgeprägtem Übergewicht empfiehlt sich ein tierärztlich begleiteter Plan.

Seniorenkatzen und veränderte Bedürfnisse

Mit zunehmendem Alter können sich Bewegung, Verdauung, Muskulatur und Fressverhalten verändern. Nicht jede ältere Katze benötigt automatisch weniger Energie. Einige ältere Tiere verlieren Muskelmasse oder Gewicht und haben gerade deshalb einen individuell anderen Bedarf. Alter allein ist keine Diagnose. Hilfreich sind die regelmäßige Beobachtung von Appetit, Trinkverhalten, Körpergewicht und der Fähigkeit, gewohnte Futterplätze zu erreichen. Bei Zahnproblemen können Futterstruktur und Schmerzen eine Rolle spielen. Erkrankungen der Nieren, Schilddrüse oder anderer Organe erfordern gegebenenfalls eine medizinisch angepasste Ernährung. Solche Veränderungen lassen sich nicht aus der Rasse oder allein aus der Zahl der Lebensjahre ableiten. Eine passende Seniorenfütterung orientiert sich daher an überprüfbaren Bedürfnissen, nicht bloß an der Aufschrift auf einer Packung.

Übergewicht erkennen und vorbeugen

Übergewicht entsteht, wenn langfristig mehr Energie aufgenommen als verbraucht wird. Dabei sind Leckerli, zusätzliche Snacks und kleine Portionen vom Tisch genauso zu berücksichtigen wie das eigentliche Futter. Das Gewicht allein zeigt nicht immer, ob eine Katze zu schwer ist. Bei einer großrahmigen Maine Coon oder einer kompakt gebauten Britisch Kurzhaar muss die Körperkondition angemessen beurteilt werden. Hilfreich sind das vorsichtige Ertasten der Rippen und die Beurteilung der Körperkontur anhand eines etablierten Body-Condition-Score-Systems. Eine übergewichtige Katze sollte nicht abrupt hungern. Katzen können bei starker Futterverweigerung oder ungeeigneter Gewichtsreduktion schwerwiegende Stoffwechselprobleme entwickeln. Ein langsamer, fachlich kontrollierter Gewichtsverlust ist deshalb wesentlich sicherer als eine selbst verordnete Crashdiät.

Futterumstellung ohne unnötigen Stress

Katzen können an Geruch, Konsistenz und Geschmack ihrer bisherigen Nahrung stark gewöhnt sein. Eine neue Futtersorte wird deshalb nicht immer sofort akzeptiert. Soweit medizinisch nichts anderes angeordnet ist, kann eine allmähliche Umstellung sinnvoll sein. Dabei wird ein Teil des bisherigen Futters nach und nach ersetzt und die Verträglichkeit beobachtet. Die Geschwindigkeit hängt vom einzelnen Tier ab. Manche akzeptieren Veränderungen rasch, andere benötigen mehr Zeit oder eine andere Darreichungsform. Druck und längeres absichtliches Hungernlassen sind keine angemessenen Methoden, um neues Futter durchzusetzen. Frisst die Katze kaum oder gar nicht, muss die Situation zeitnah tierärztlich beurteilt werden. Erbrechen und anhaltender Durchfall können verschiedene Ursachen haben und sollten nicht automatisch als normale Futterumstellung abgetan werden.

Deklaration und Zusammensetzung verstehen

Die Zutatenliste eines Katzenfutters ist ein wichtiger Teil der Produktinformation, aber sie allein erlaubt keine vollständige Beurteilung der Nährstoffversorgung. Ebenso sind analytische Bestandteile, Fütterungsempfehlungen und die Deklaration als Allein- oder Ergänzungsfuttermittel zu betrachten. Prozentangaben müssen im Zusammenhang mit Feuchtigkeit und Verarbeitungsform gelesen werden. Zwei Futtersorten mit unterschiedlichem Wassergehalt lassen sich bei Protein- oder Fettgehalten nicht ohne Weiteres direkt anhand ihrer Prozentwerte vergleichen. Auch Begriffe wie natürlich oder besonders fleischreich beantworten nicht automatisch alle Fragen nach Nährstoffausgewogenheit. Bei Unklarheiten zu Energiegehalt oder Nährstoffdaten kann die Herstellerinformation hilfreich sein. Gesundheitsbezogene Versprechen sollten kritisch betrachtet werden, besonders wenn sie den Eindruck erwecken, ein normales Futter könne Krankheiten diagnostizieren, behandeln oder heilen.

Leckerli und ergänzende Produkte einordnen

Kleine Snacks wirken oft harmlos, summieren sich aber über den Tag. Deshalb sollten Leckerli im täglichen Energiehaushalt berücksichtigt werden. Bei vielen gesunden erwachsenen Katzen wird empfohlen, zusätzliche Snacks nur als kleinen Anteil der gesamten Energiezufuhr zu geben; als verbreitete Orientierung dient eine Obergrenze von etwa zehn Prozent, nicht jedoch als Aufforderung, diese Menge auszuschöpfen. Medizinische Diäten oder spezielle Ernährungspläne können strengere Grenzen erfordern. Ergänzungsfuttermittel sind nicht automatisch notwendig, wenn die Katze bereits ausgewogen ernährt wird. Zusätzliche Mineralstoffe oder Vitamine können bei unbedachter Kombination zu einer Überversorgung führen. Ein konkreter Nutzen sollte anhand der Zusammensetzung, des tatsächlichen Bedarfs und gegebenenfalls fachlicher Empfehlungen überprüft werden.

Ernährung bei Krankheiten

Bei wiederkehrendem Erbrechen, chronischem Durchfall, Gewichtsverlust, Harnproblemen oder auffälligem Trinkverhalten kann die Ernährung eine Rolle spielen. Solche Beschwerden dürfen aber nicht durch reine Produktversprechen erklärt oder behandelt werden. Zunächst muss geklärt werden, welche Ursache vorliegt. Für bestimmte Krankheiten gibt es tierärztlich entwickelte Diätfuttermittel, deren Nährstoffprofil sich von normalem Alleinfutter unterscheidet. Ob eine solche Ernährung geeignet ist, hängt von Diagnose und Krankheitsstadium ab. Auch vermutete Futtermittelallergien benötigen einen planvollen diagnostischen Ansatz. Ein spontaner Wechsel zwischen vielen Futtersorten erschwert unter Umständen die Beurteilung. Der allgemeine Katzenratgeber soll informieren, nicht die medizinische Versorgung ersetzen.

Was ein seriöser Katzenfutter-Rechner leisten kann

Ein Online-Rechner kann den Energiebedarf anhand weniger Angaben lediglich schätzen. Das Körpergewicht allein genügt nicht, um für jede Katze eine verlässliche Tagesration zu bestimmen. Aktivität, Kastrationsstatus, Body Condition Score und Gesundheitszustand beeinflussen das Ergebnis. Für die Umrechnung in Futtergramm ist zusätzlich der Energiegehalt der konkreten Nahrung notwendig, beispielsweise in Kilokalorien pro 100 Gramm. Bei Mischfütterung müssen die Energiemengen beider Futterarten zusammen betrachtet werden. Der Rechner sollte daher keine frei erfundene pauschale Grammzahl ausgeben. Für Kitten, trächtige oder säugende Tiere sowie kranke Katzen sind gesonderte Beurteilungen erforderlich. Auch gesunde erwachsene Tiere müssen nach einer ersten rechnerischen Einschätzung weiter beobachtet und die Menge gegebenenfalls angepasst werden.

Katzenfutter-Produkte und neutrale Ernährungsberatung trennen

Ein allgemeiner Ernährungsratgeber soll grundlegende Bedürfnisse verständlich erklären. Produktinformationen gehören ergänzend an die richtige Stelle und dürfen die fachlichen Grundlagen nicht ersetzen. Auf unserer separaten Katzenfutter-Übersicht stellen wir die vorhandenen Reico-Produkte vor, darunter Nassfutter, Trockenfutter und weitere Ergänzungen. Bei jeder Auswahl stehen Zusammensetzung, Deklaration und die konkreten Herstellerhinweise im Vordergrund. Nicht jede Katze benötigt Ergänzungsprodukte, und eine bestimmte Marke garantiert nicht automatisch eine individuell ideale Versorgung. Deshalb bleiben die allgemeinen Ratgeber und die Produktunterseiten bewusst voneinander unterschieden. So lassen sich neutrale Fragen der Ernährung beantworten und anschließend die Angaben zum tatsächlich gewählten Futter nachvollziehen.

Katzenfutter-Rechner: Futtermenge abschätzen

Der Katzenfutter-Rechner ist als eigenständiger Entwurf vorbereitet. Er schätzt den Energiebedarf gesunder erwachsener Katzen und berechnet die Grammmenge nur mit dem eingegebenen Energiegehalt des konkreten Futters. Besondere Lebensphasen, Erkrankungen und deutliche Abweichungen des Körperzustands benötigen individuelle Beratung.

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Häufige Fragen zur Katzenernährung

Wie berechnet man die tägliche Futtermenge für eine Katze?

Für eine erste Orientierung lässt sich aus dem Körpergewicht ein Ruheenergiebedarf berechnen. Dieser ist jedoch nicht mit dem tatsächlichen Tagesbedarf gleichzusetzen. Aktivität, Kastration, Alter und Körperkondition verändern die benötigte Energiemenge. Für die Umrechnung in Gramm muss außerdem der Energiegehalt des konkreten Futters bekannt sein. Bei Nassfutter können wegen des hohen Wasseranteils wesentlich mehr Gramm erforderlich sein als bei energiedichtem Trockenfutter. Wer beide Futterarten kombiniert, muss die zugeführte Energie zusammenrechnen. Die berechnete Menge ist ein Ausgangspunkt, der anhand von Gewichtsentwicklung und Körperzustand angepasst werden sollte.

Ist Nassfutter grundsätzlich besser als Trockenfutter?

Ein pauschales Urteil wäre zu einfach. Nassfutter enthält deutlich mehr Wasser und kann dadurch zur Flüssigkeitsaufnahme beitragen. Trockenfutter lässt sich oft gut portionieren und kann bei manchen Katzen als Bestandteil von Futterspielen verwendet werden. Entscheidend sind die vollständige Nährstoffversorgung, die individuelle Verträglichkeit und die aufgenommenen Kalorien. Zwei Produkte derselben Futterart können sich in ihren Eigenschaften deutlich unterscheiden. Für Katzen mit bestimmten Erkrankungen können spezielle Anforderungen gelten. Eine geeignete Fütterung orientiert sich daher an der einzelnen Katze, ihren Lebensumständen und den tatsächlichen Angaben des Futters, nicht allein an der Konsistenz.

Wie viel Wasser muss eine Katze täglich trinken?

Der Wasserbedarf ist von Körpergewicht, Futterfeuchtigkeit, Umgebungstemperatur, Aktivität und Gesundheitszustand abhängig. Eine Katze, die viel Nassfutter frisst, kann bereits einen erheblichen Teil des täglichen Wassers über ihre Mahlzeiten aufnehmen und entsprechend weniger direkt am Napf trinken. Deshalb ist eine einzelne pauschale Trinkmenge für jede Katze wenig aussagekräftig. Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein, idealerweise an mehreren ruhigen Stellen. Wer eine deutliche Veränderung von Durst oder Urinabsatz bemerkt, sollte dies nicht allein auf das Wetter oder das Futter schieben. Eine tierärztliche Untersuchung kann wichtig sein.

Wie oft sollte man eine erwachsene Katze füttern?

Viele Katzen kommen mit mehreren über den Tag verteilten kleinen Mahlzeiten gut zurecht. Die passende Häufigkeit hängt von Alltag, Alter, Gesundheit und individuellem Verhalten ab. Ob man Nassfutter, Trockenfutter oder beides füttert, beeinflusst außerdem die praktische Aufteilung. Entscheidend ist, dass die gesamte Tagesration nicht versehentlich überschritten wird. Futterautomaten können helfen, ersetzen aber weder die Kontrolle der tatsächlich gefressenen Menge noch die Beobachtung des Tieres. Bei Katzen mit speziellen Krankheiten oder medikamentöser Behandlung können feste Fütterungszeiten medizinisch notwendig sein. Solche Pläne gehören in die tierärztliche Betreuung.

Brauchen kastrierte Katzen automatisch weniger Futter?

Nach einer Kastration kann sich der Energiebedarf verändern, gleichzeitig kann der Appetit steigen. Das rechtfertigt aber keine pauschale feste Kürzung für alle Tiere. Bei einer sehr aktiven Katze kann der tatsächliche Bedarf anders ausfallen als bei einem ruhigen Wohnungstier. Regelmäßiges Wiegen und die Beurteilung der Körperkondition zeigen, ob die gewählte Ration passt. Bei Gewichtszunahme sollten auch Snacks und weitere Futterquellen berücksichtigt werden. Eine unkontrollierte starke Reduktion kann die Nährstoffversorgung beeinträchtigen. Bei deutlichem Übergewicht empfiehlt sich eine planvolle tierärztlich begleitete Gewichtsreduktion.

Was bedeutet Alleinfuttermittel bei Katzen?

Ein als Alleinfuttermittel gekennzeichnetes Katzenfutter soll bei bestimmungsgemäßer Fütterung den vollständigen Nährstoffbedarf der angegebenen Tierart und Lebensphase decken. Das unterscheidet es von einem Ergänzungsfuttermittel, das für sich allein nicht als komplette tägliche Ernährung vorgesehen ist. Beim Kauf sollten auch die Hinweise zur Lebensphase beachtet werden, weil heranwachsende Katzen andere Anforderungen haben können als erwachsene Tiere. Zusätzliche Produkte sind bei einer bereits ausgewogenen Ration nicht automatisch nötig. Übermäßige Ergänzungen können die Versorgung aus dem Gleichgewicht bringen. Bei gesundheitlichen Besonderheiten sollte fachlich geprüft werden, ob spezielle Nährstoffanforderungen bestehen.

Wie stelle ich das Katzenfutter am besten um?

Viele Katzen reagieren sensibel auf Veränderungen von Geruch, Geschmack oder Konsistenz. Eine schrittweise Umstellung ist deshalb häufig praktikabel: Das neue Futter wird über mehrere Tage oder bei Bedarf langsamer in die bisherige Ration eingeführt. Entscheidend ist, ob die Katze weiterhin ausreichend frisst und wie sie die Veränderung verträgt. Erbrechen, anhaltender Durchfall oder deutlich nachlassender Appetit gehören nicht als unvermeidliche Begleiterscheinung hingenommen. Gerade Katzen sollten nicht durch absichtlichen Nahrungsentzug zu einer neuen Futtersorte gedrängt werden. Bei gesundheitlichen Problemen kann ein tierärztlich festgelegter, abweichender Umstellungsplan notwendig sein.

Wie erkenne ich Übergewicht bei meiner Katze?

Das Körpergewicht allein ist nur begrenzt aussagekräftig, weil Katzen je nach Körperbau und Rasse verschieden groß sind. Deshalb hilft die Beurteilung der Körperkondition, etwa mit einem Body Condition Score. Dabei werden Körperform und die Tastbarkeit der Rippen berücksichtigt. Eine kompakt gebaute Katze ist nicht automatisch übergewichtig, und auch eine äußerlich schlanke Katze kann eine ungünstige Körperzusammensetzung haben. Regelmäßige Messungen unter ähnlichen Bedingungen sind hilfreich. Falls eine Gewichtsabnahme erforderlich ist, sollte sie nicht abrupt erfolgen. Ein langsamer und kontrollierter Plan schützt vor ernährungsbedingten Risiken und kann tierärztlich begleitet werden.

Benötigt eine Maine Coon anderes Futter als eine Hauskatze?

Eine größere Körperstatur bedeutet nicht automatisch, dass eine Maine Coon ein grundsätzlich anderes Futtermittel braucht. Wichtig sind ihre tatsächliche Lebensphase, Körperkondition, Aktivität und gegebenenfalls medizinische Besonderheiten. Auch bei großrahmigen Katzen darf die Futtermenge nicht allein anhand eines besonders hohen Körpergewichts pauschal festgelegt werden. Bei wachsenden Tieren muss die Ernährung zum Entwicklungsstand passen. Das Futter sollte als geeignetes Alleinfuttermittel die vollständige Versorgung sicherstellen. Ein rassespezifischer Produktname ersetzt die Prüfung der Zusammensetzung nicht. Bei bekannten Erkrankungen kann eine individuell abgestimmte tierärztliche Empfehlung notwendig werden.

Kann ich Nass- und Trockenfutter kombinieren?

Eine Kombination ist grundsätzlich möglich, wenn die Gesamtversorgung stimmt. Entscheidend ist, wie viel Energie aus beiden Futterarten aufgenommen wird. Wer die volle empfohlene Tagesmenge von Nassfutter und zusätzlich die vollständige Tagesration Trockenfutter gibt, kann die Katze ungewollt überfüttern. Für eine verlässliche Aufteilung benötigt man deshalb die Energiedichte beider Produkte. Leckerli müssen in die Tagesbilanz einfließen. Auch die gesamte Wasseraufnahme sollte beobachtet werden. Bei therapeutischer Ernährung oder bekannten Erkrankungen darf die Kombination nicht ohne Rücksprache verändert werden, wenn dadurch die notwendige Nährstoffzusammensetzung verloren geht.

Weitere Informationen zu den konkreten Futtersorten finden Sie in unserer Katzenfutter-Übersicht.